FAQs

Hier finden Sie ein Glossar und die Antworten auf häufig gestellte Fragen

H

Hilfsmittel und deren gesetzliche Zuzahlung

werden durch das Sozialgesetzbuch SGB V § 33  http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbv/33.html  geregelt. Gerne informieren wir Sie persönlich zu Ihrer Zuzahlungsposition.

M

MRE multiresistenten Erregern

Infektionen mit Bakterien sind im Allgemeinen gut mit Antibiotika zu behandeln. Einige Bakterien sind jedoch widerstandsfähig gegen viele verschiedene Antibiotika. Man spricht von multiresistenten Erregern (MRE). Am bekanntesten ist der methicillinresistente Staphylococcus
aureus – kurz: MRSA. Bei diesen multiresistenten Erregern wirken die meisten Antibiotika nicht.

Für gesunde Menschen ist der Kontakt zu MRE in der Regel völlig ungefährlich. Sie erkranken nicht. Tragen sie die Erreger aber in sich, können sie diese an andere Menschen weitergeben.Gefährdet sind Menschen mit geschwächten Abwehrkräften, besonders in Krankenhäusern und Pflegeheimen. MRE können bei ihnen Infektionen auslösen, zum Beispiel in der Lunge oder an der Haut. Wenn sie eine Infektion entwickeln, ist die Behandlung erschwert, weil nur noch wenige Antibiotika wirken. Im schlimmsten Fall kann die Infektion daher lebensgefährlich verlaufen.

Um sich vor Infektionen zu schützen, sollten bestimmte Hygieneregeln einhalten werden. Besonders wichtig ist das regelmäßige Händewaschen, damit sich die Erreger nicht verbreiten können.

MRSA

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das natürlicherweise auf der Schleimhaut des Nasenvorhofs oder im Rachen von jedem zweiten bis dritten Menschen vorkommt („Besiedlung“). Seltener kann auch die Haut, vor allem der Leisten oder Achselhöhlen, besiedelt sein. Das ist ein Normalzustand, hat keinen Krankheitswert und muss nicht behandelt werden. Normalerweise verursachen diese „besiedelnden“ Bakterien keine Infektionen (also keine Entzündungen und Krankheitsbeschwerden). Bei Verletzung der Haut oder auch durch medizinische Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Operation, kann S. aureus unter anderem Wundinfektionen verursachen. Solche Infektionen können harmlos ablaufen (zum Beispiel Rötung, Schwellung, Eiterbildung am Infektionsort). Es kann es aber auch zu schweren Infektionen wie einer Sepsis („Blutvergiftung“) oder Lungenentzündung kommen. Im Fall einer Infektion helfen Antibiotika die Bakterien zu beseitigen. Manche S. aureus-Stämme sind unempfindlich (resistent) gegenüber üblicherweise zur Behandlung von Infektionen verwendeten Antibiotika geworden; solche S. aureus-Stämme werden „Methicillin-resistente S. aureus“ (abgekürzt MRSA) oder Oxacillin-resistente S. aureus (abgekürzt ORSA) genannt. Genau wie antibiotika-empfindliche S. aureus können MRSA den Menschen besiedeln, ohne dass dies Krankheitswert hat. MRSA können aber genau wie S. aureus auch Infektionen hervorrufen.

Der wichtigste Übertragungsweg für MRSA ist die direkte Übertragung zwischen Menschen. Hierbei erfolgt die Übertragung durch direkten Kontakt (zum Beispiel über die Hände von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Patientinnen und Patienten). Die Wahrscheinlichkeit der Übertragung steigt bei häufigem und intensivem Kontakt und bei Vorliegen von MRSA-Risikofaktoren (zum Beispiel Wunden, Katheter, Antibiotikagabe).

Wenn eine Patientin oder ein Patient mit MRSA besiedelt ist, ist der Erreger auf häufig mit den Händen berührten Flächen zu finden (unter anderem an Einrichtungsgegenständen, medizinischen Geräten, am Bett, an Türgriffen, Salbentuben, Griffen von Rollstühlen etc.). Da MRSA auf diesen Gegenständen Wochen überleben kann, geht von diesen kontaminierten Flächen die Möglichkeit von indirekten Übertragungen aus.

Auch wenn die MRSA-Übertragung meistens über direkten und indirekten Kontakt geschieht, ist eine Übertragung über Tröpfchen, die zum Beispiel beim Husten oder Niesen durch MRSA-kolonisierte Personen freigesetzt werden, nicht auszuschließen.

Quelle: Landeszentrum Gesundheit NRW

P

Parenterale Ernährung

ist eine künstliche Ernährung bei der der Verdauungstrakt umgangen wird. Sie erfolgt in der Regel durch die intravenöse Gabe von Speziallösungen. Hier werden in der Regel Wasser, Elektrolyte, Glucose (Kohlenhydrate), Aminosäuren, Fette, Vitamine, Spurenelemente zugeführt.

Pflegegrad

Zum 01 Jan 2017 wurden das alte System der Pflegstufen durch den Pflegegrad novelliert. Es gibt nun 5 Noten mit Punktbewertungen

  • Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit 12,5 bis unter 27 Punkten
  • Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit 27 Punkte bis unter 47,5 Punkte
  • Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit 47,5 bis unter 70 Punkte
  • Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit 70 bis unter 90 Punkte
  • Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung 90 – 100 Punkte

V

VoIP

Voice over IP (Stimme über das Internetprotokoll einer Internetleitung)

VPN

Virtuelles Privates Netzwerk (ein in sich geschlossenes Kommunikationsnetzwerk, das ein vorhandenes Netzwerk als Transportmedium nutzt)
Eine VPN Verbindung wird häufig als sichere Verbindung zwischen zwei oder mehreren Standorten genutzt.